12 de noviembre de 2009

La Pasionaria, symbol für den kommunismus

Zwanzigsten Jahrestag des Todes von Dolores Ibárruri


Vor zwanzig Jahren starb Dolores Ibárruri, die "Pasionaria"
Ein Symbol für den Kommunismus in Spanien
David Arrabalí
Unsese Zeit


Dolores Ibárruri, geboren am 9. Dezember 1895 in Gallarta (Baskenland) und Tochter der aufkommenden Arbeiterbewegung, befand sich von Beginn an im Brennpunkt der wichtigsten gesellschaftlichen Regung jener Epoche, im Bergbau. Diese junge Frau sollte die "Mutter" aller Kommunistinnen und Kommunisten werden.

Dolores lernte, sie wollte Lehrerin werden; aber ihre Schule wurde die Partei. Sie begann Flugblätter zu schreiben, Artikel für Rundschreiben und Zeitungen der Minenarbeiter. Sie heiratete einen Bergmann, lernte die Armut kennen, die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, und wurde Kämpferin. Für sie, wie für alle Arbeiter, war die Oktoberrevolution ein entscheidendes Ereignis. Lange Jahre Basismitglied in der kurz zuvor gegründeten Kommunistischen Partei Spaniens (PCE), kam nach der Diktatur, mit der zweiten Republik, ihre Feuertaufe. Ab dem 23. August 1930 hatte die Partei eine Wochenzeitung, "Mundo Obrero" (Arbeiterwelt), die ab Ende 1930 Tageszeitung wurde; die Notwendigkeit endlich über ein Presseorgan zu verfügen war groß.

Dolores ging 1931 nach Madrid, um in der Redaktion von MO zu arbeiten, und kurz darauf wurde sie in das Zentralkomitee berufen. In der kommunistischen Presse zeichnet sie einige Artikel mit "La Pasionaria" ("Die Passionsblume", gewählt in Anspielung auf das Wort für Leidenschaft), wird langsam bekannter und zeichnet sich als Rednerin in Arbeiterversammlungen aus.

Eusebio Cimorra, ehemaliger Direktor von Mundo Obrero, schrieb in seinem Buch "Ein Mythos namens Pasionaria", dass Dolores sich gemeinsam mit José Díaz im Verlauf des Kampfs gegen die sektierisch-dogmatische Konzeption von José Bullejos ihren Weg bahnte. Als José Díaz 1932 zum Generalsekretär der PCE aufstieg, wurde auch Dolores Ibárruri zu einer führenden Genossin in der Partei.

Die neue Parteileitung um José Díaz und Dolores Ibárruri machte mit dem später Volksfrontpolitik genannten Vorgehen die PCE zu einer Massenpartei mit wachsendem politischen und gesellschaftlichen Einfluss. In jenen Jahren begann sich unter den Arbeitern die Legende der "Pasionaria" zu bilden; mehr noch mit der Revolution in Asturien im Oktober 1934. Dolores wurde immer häufiger eingesperrt und ihr Bild erhielt noch mehr Kraft, als sie nach den Ereignissen von 1934 heftige Demonstrationen anzuführen begann.

In den Wahlen vom 16. Februar 1936 war Dolores für Asturien Kandidatin für den Senat. Sie hatte jahrelang mit den Bergleuten Schlachten für würdige Arbeitsbedingungen und Löhne sowie für Freiheiten geschlagen. Die Volksfront siegte, und Dolores wurde mit weiteren sechzehn Genoss/inn/en für die kommunistische Minderheit gewählt. Nachdem die Republik gesiegt hatte, war sie es, die die Befreiung der Gefangenen anführte, die wegen der Revolution des Oktober 1934 im Gefängnis von Oviedo waren. Die enorme Aktivität dieser Frau während des Bürgerkriegs, besonders als sichtbarer Kopf der antifaschistischen Frauen, haben sie zu einem Mythos der Revolution gemacht. Das Prestige dieser Kommunistin entflammte die Vorstellungskraft vieler Dichter, wie Rafael Alberti, Antonio Machado oder Miguel Hernández.

Aber der Krieg ging verloren und Dolores musste das Land verlassen, ging ins Exil nach Frankreich und später nach Moskau. Nach dem Tod von José Díaz wurde Dolores Ibárruri 1942 zur Generalsekretärin der PCE gewählt. Diese Funktion hatte sie bis 1960. In dieser Zeit ist Dolores Ibárruri ohne Zweifel eine der bedeutendsten Figuren der internationalen kommunistischen Arbeiterbewegung geworden. Beim 6. Parteitag 1960 wurde Santiago Carrillo zum Generalsekretär gewählt und Dolores Ibárruri wurde Vorsitzende der Partei.

Die Kommunistische Partei Spaniens hatte einen langen Kampf gegen die Diktatur geführt, nicht den einzigen, aber den konstantesten und vom Franquismus am meisten kriminalisierten Kampf. Von 1939 bis Ostern 1977 waren achtunddreißig Jahre der Illegalität vergangen, während derer die Partei tat, was sie konnte, um eine Hoffnung auf demokratischen Wechsel zu sichern. Nach dem Tod von General Franco und dem Ende der Diktatur kehrte Dolores nach achtunddreißig Jahren Exil zurück. Es gab einen verklärten Empfang, aus dem Flugzeug stieg eine achtzigjährige Frau, die aber noch eine außerordentliche Stärke hatte. Dolores war ein Symbol, viel mehr als ein Mythos.

Sie wurde in den ersten demokratischen Wahlen wieder zur Abgeordneten von Asturien gewählt und saß dem Parlament gemeinsam mit Rafael Alberti vor, was vielen missfiel, aber zur Freude von uns und unseren Eltern. Die Erwartungen der PCE waren aber weit größer gewesen als die gewonnenen zwanzig Sitze.

Die Pasionaria hörte nie mit der politischen Tätigkeit auf. Sie war eine Kommunistin tiefster Überzeugung und blieb es bis zu ihren letzten Tagen. Sie verließ uns am 12. November 1989 in Madrid, mit 94 Jahren. Wir begruben sie auf dem zivilen Teil des Friedhofs La Almudena, neben Pablo Iglesias, dem 1925 gestorbenen Marxisten und Gründer der PSOE. Die Beerdigung von Dolores war der erste politische Akt, an dem ich in meinem Leben teilgenommen habe. Dort sagte ein anderer Großer, Julio Anguita:

"Dolores, man sagt, du seist gestorben. Was für ein Unsinn! Du lebst weiter in allen, die dich lieben, und das sind viele! Du hast etwas Außerordentliches gemacht: von deiner Partei ausgehend sie zu übertreffen. Dein kommunistisches Beispiel macht, dass du allen gehörst: denen, die die Faust erhoben haben, und denen, die sich bekreuzigt haben."

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